Wie viele Kartons Sie brauchen
Ein Richtwert sind 15 bis 20 Kartons je Zimmer bei normaler Möblierung. Wer viele Bücher hat, rechnet eher mit 25, wer erst seit einem Jahr in der Wohnung lebt, kommt oft mit 12 aus. Besorgen Sie lieber ein paar zu viel: Ein leerer Karton kostet Sie nichts, ein fehlender kostet einen zusätzlichen Weg am Packabend.
Geliehen kosten Kartons 0,90 Euro je Stück und Woche, gekauft 1,80 Euro je Stück. Für den einmaligen Umzug lohnt Leihen fast immer: Zwanzig Kartons für eine Woche sind 18 Euro, gekauft wären es 36 Euro, und danach stehen sie im Keller. Leihmaterial wird gebracht und nach dem Umzug wieder abgeholt.
Für Kleidung auf Bügeln gibt es Kleiderboxen ab 3,50 Euro je Stück und Woche. Ein bis zwei genügen für eine Einzimmerwohnung. Alles andere an Kleidung passt gefaltet in normale Kartons und eignet sich nebenbei hervorragend zum Ausstopfen von Hohlräumen.
Die drei Regeln, die wirklich zählen
Wenn Sie sich nur drei Dinge merken, dann diese. Sie entscheiden darüber, ob am Ende etwas kaputtgeht oder nicht.
- Kartons voll machen. Ein voller Karton trägt das Gewicht des Kartons darüber, ein halbvoller knickt ein und reißt den Stapel mit. Wenn nichts mehr hineinpasst, aber oben Luft bleibt, füllen Sie mit Handtüchern, Bettzeug oder Packpapier auf.
- Hohlräume stopfen. Alles, was im Karton wandern kann, schlägt beim Tragen gegen die Nachbarn. Zwischen Geschirr, Gläsern und Elektrogeräten gehört Papier oder Textil. Der Test: Karton schließen, kurz anheben, schütteln. Klappert es, fehlt Füllung.
- Schweres unten, Leichtes oben. Das gilt im einzelnen Karton und im Stapel. Bücher, Werkzeug und Konserven gehören nach unten, Lampenschirme und Kissen nach oben. Kein Karton sollte mehr als etwa 20 Kilo wiegen, sonst tragen ihn zwei Personen oder er reißt.
Beschriften, damit das Auspacken schnell geht
Beschriften Sie an der Seite, nicht auf dem Deckel. Im Wagen und in der neuen Wohnung stehen Kartons gestapelt, und dann sieht man den Deckel nicht mehr. Zwei gegenüberliegende Seiten sind ideal, weil man dann von beiden Richtungen lesen kann.
Auf die Beschriftung gehören zwei Angaben: der Zielraum in der neuen Wohnung und der Inhalt in Stichworten. Nicht Küche, sondern Küche, Töpfe und Pfannen. Das kostet zehn Sekunden je Karton und spart am Einzugstag eine halbe Stunde Suchen.
Markieren Sie zerbrechliche Kartons deutlich und stellen Sie sie beim Packen getrennt. Und beschriften Sie die eine Kiste für die erste Nacht so auffällig, dass sie im Stapel nicht untergeht: Bettzeug, Zahnbürste, Ladekabel, Toilettenpapier, Werkzeug für den Bettaufbau.
Was wie verpackt wird
Für die meisten Dinge reicht gesunder Menschenverstand. Bei diesen Gruppen lohnt es sich, genauer hinzusehen.
- Bücher: immer in kleine Kartons, liegend gestapelt, nicht auf den Buchrücken gestellt. Ein großer Karton voller Bücher ist nicht mehr tragbar und reißt am Boden aus.
- Geschirr: Teller hochkant nebeneinander wie Schallplatten, nicht flach gestapelt. Zwischen jeden Teller ein Blatt Packpapier. Tassen und Gläser einzeln einwickeln.
- Gläser und Flaschen: einzeln wickeln, aufrecht stellen, Zwischenräume ausstopfen. Angebrochene Flüssigkeiten möglichst gar nicht mitnehmen oder in eine Plastiktüte verpacken.
- Elektronik: wenn möglich in die Originalkartons. Sonst in Luftpolsterfolie wickeln, Kabel abziehen, beschriften und in einem eigenen kleinen Karton sammeln. Ein Foto von der Rückseite des Fernsehers spart später Rätselraten.
- Kleidung: gefaltet in Kartons, das Sperrige auf Bügeln in Kleiderboxen. Schuhe paarweise in Tüten, damit sie nicht auf saubere Kleidung drücken.
- Wichtige Papiere: Verträge, Ausweise, Zeugnisse und Versicherungsunterlagen in eine Tasche, die Sie selbst tragen. Diese Tasche kommt nicht in den Wagen.
Material und was es kostet
Neben Kartons brauchen Sie Füllmaterial und Klebeband. Zehn Kilo Packpapier kosten 14 Euro und reichen für eine Einzimmerwohnung meist aus, eine Rolle Luftpolsterfolie mit 50 Metern kostet 19 Euro und ist für Elektronik und Bilderrahmen gedacht.
Sparen können Sie beim Füllmaterial fast immer: Handtücher, Bettzeug, T-Shirts und Geschirrtücher polstern genauso gut wie gekauftes Papier und müssen ohnehin mit. Kaufen Sie Papier nur für das, was wirklich empfindlich ist.
Möbeldecken zum Leihen kosten 2,50 Euro je Stück und Woche und sind vor allem dann sinnvoll, wenn Sie selbst fahren. Wenn wir transportieren, sichern wir die Möbel im Wagen, dafür brauchen Sie nichts zu besorgen.
Wenn die Zeit fehlt, können Kräfte das Einpacken übernehmen, ab 25 Euro je Stunde und Person. Das Material wird dabei getrennt berechnet. Für eine Einzimmerwohnung ist das ein spürbarer Posten, aber für alle sinnvoll, die am Umzugstag arbeiten müssen.
Die häufigsten Fehler beim ersten Umzug
Der teuerste Fehler ist der halbvolle Karton. Er sieht ordentlich aus, knickt aber unter Last ein, und im Wagen steht nichts allein. Der zweithäufigste ist der Bücherkarton in Übergröße, den am Ende niemand die Treppe hinuntertragen kann, ohne dass der Boden aufgeht.
Danach kommt das Packen am Umzugstag. Wenn die Kräfte da sind und Sie noch das Bad einräumen, verlängert das den Einsatz, und bei Stundenabrechnung zahlen Sie diese Zeit mit. Alles sollte verschlossen und stapelbar bereitstehen, wenn es klingelt.
Und schließlich das Klebeband: Kartons werden am Boden mit mehreren Bahnen verschlossen, nicht nur ineinandergefaltet. Ein Boden, der beim Anheben aufgeht, ist der häufigste Grund für Bruch, und er lässt sich mit zwei Streifen Klebeband verhindern.