Beispiel eins: Einzimmerwohnung, zweiter Stock ohne Aufzug
Der häufigste Fall auf dieser Site. Rund 30 Quadratmeter, Bett, Kleiderschrank, kleines Sofa, Schreibtisch, zwei Regale, Waschmaschine, dazu etwa zwanzig Kartons. Das ergibt rund 15 Kubikmeter und damit die Zeile der ganzen Einzimmerwohnung in der Festpreisliste: ab 289 Euro.
Der zweite Stock ohne Aufzug ist eingerechnet, solange das Treppenhaus normal breit ist. Vor dem alten Haus ist tagsüber nie ein Parkplatz frei, also kommt eine Halteverbotszone für eine Adresse dazu, ab 59 Euro. Damit stehen 348 Euro auf dem Angebot.
Wenn Sie zusätzlich zwanzig Kartons für eine Woche leihen, sind das 18 Euro, also 366 Euro. Braucht der Schrank einen Möbellift, weil er nicht ums Treppenauge passt, kommen ab 179 Euro dazu. Diese Posten stehen einzeln im Angebot, damit Sie jeden einzeln streichen können.
Beispiel zwei: WG-Zimmer im Erdgeschoss
Ein möbliertes Zimmer aufzulösen ist der kleinste Fall, den wir sinnvoll übernehmen. Matratze, Schreibtisch, Stuhl, zwei Regale, ein kleiner Kleiderständer, zehn bis zwölf Kartons. Rund 8 Kubikmeter, beide Adressen ebenerdig oder im Hochparterre.
Hier lohnt der Festpreis selten, sondern die Abrechnung nach Stunden. Als Festpreis stünden für ein möbliert gemietetes WG-Zimmer ab 199 Euro im Angebot. Ein LKW mit zwei Umzugshelfern kostet dagegen ab 48 Euro je Stunde. Drei Stunden für Laden, Fahren und Abladen ergeben ab 144 Euro. Zehn geliehene Kartons für eine Woche kommen mit 9 Euro dazu.
Wichtig für die Planung: Die Mindestabnahme beträgt zwei Stunden. Wer wirklich nur drei Kisten und ein Regal hat, ist mit einem Mietwagen und zwei Freunden günstiger dran. Diesen Satz sagen wir am Telefon genauso wie hier.
Beispiel drei: wenig Möbel, Beiladung
Beiladung heißt, dass Ihre Sachen den Wagen nicht allein füllen. Für sechs Kubikmeter, also etwa ein Bett, ein Regal, einen Schreibtisch und acht Kartons, wäre ein voller LKW-Tag Verschwendung.
Gerechnet wird nach Zeit: ein Transporter mit Fahrer, 12 Kubikmeter, ab 44 Euro je Stunde, dazu ein Umzugshelfer ab 25 Euro je Stunde. Bei zwei Stunden sind das ab 138 Euro. Der Fahrer packt mit an, es sind also zwei Personen am Werk.
Ob eine Beiladung möglich ist, hängt davon ab, ob sich am gewünschten Termin eine passende Fahrt ergibt. Deshalb ist hier Flexibilität beim Datum bares Geld wert. Wer sich auf einen bestimmten Tag festlegen muss, nimmt besser den Festpreis oder die feste Stundenbuchung.
Was den Preis nach oben treibt
Die Zahl auf dem Angebot hängt an vier Größen, und drei davon können Sie beeinflussen.
- Volumen: jeder Karton, der nicht mitmuss, spart Zeit. Aussortieren vor dem Umzug ist die wirksamste Ersparnis überhaupt.
- Etagen ohne Aufzug: jede Etage kostet Tragezeit, an beiden Adressen. Vierter Stock zu viertem Stock ist der teuerste Fall.
- Tragweg: wenn der Wagen hundert Meter weit weg steht, wird jeder Karton zum Spaziergang. Eine Halteverbotszone ab 59 Euro ist dann meist billiger als die Zeit, die sonst anfällt.
- Termin: der Monatsletzte und der Monatserste sind überall voll. Ein Dienstag in der Monatsmitte lässt sich leichter planen.
Womit Sie zusätzlich rechnen sollten
Neben dem Transport gibt es Posten, die viele beim ersten Umzug vergessen. Sie sind nicht groß, aber sie summieren sich, und deshalb stehen sie hier und nicht im Kleingedruckten.
Packmaterial: zwanzig Kartons, Packpapier und eine Rolle Luftpolsterfolie liegen zusammen bei rund 50 Euro, wenn Sie die Kartons leihen. Gekauft kosten dieselben zwanzig Kartons 36 Euro und stehen danach im Keller.
Entsorgung: das alte Sofa, das nicht mitkommt, muss weg. Nach Aufwand ab 15 Euro je Stunde, als Entrümpelung ab 39 Euro je Kubikmeter. Die Deponiegebühr reichen wir durch, wir schlagen nichts darauf.
Zwischenlager: wenn zwischen Auszug und Einzug Tage liegen, kostet eine Lagerbox mit 5 Kubikmetern ab 9 Euro am Tag, dazu ab 89 Euro je Fahrt für das Bringen und späteres Zustellen.
Was ein Umzug in Eigenregie wirklich kostet
Der ehrliche Vergleich gehört dazu. Ein Mietwagen mit rund 10 Kubikmetern kostet für einen Tag je nach Anbieter einen mittleren zweistelligen Betrag, dazu Sprit, Kaution und die Zeit für Abholen und Zurückbringen. Preise dafür nennen wir hier nicht, weil sie nicht unsere sind und sich ständig ändern.
Dazu kommt, was nicht auf der Rechnung steht: zwei bis drei Personen, die einen ganzen Samstag einsetzen, das Risiko an Türrahmen und Treppenhäusern, und die Frage, wer die Waschmaschine trägt. Bei einem WG-Zimmer im Erdgeschoss geht diese Rechnung fast immer für Sie auf. Ab dem dritten Stock ohne Aufzug kippt sie.
Deshalb finden Sie auf dieser Seite beide Zahlen. Sie sollen entscheiden können, nicht überredet werden.