Wann eine Zwischenlagerung nötig wird
Der häufigste Fall beim kleinen Umzug ist die Lücke im Kalender: Die alte Wohnung ist zum Monatsende gekündigt, die neue wird erst zum Fünfzehnten frei. Zwei Wochen, in denen die Sachen irgendwo stehen müssen und man selbst bei Freunden auf dem Sofa schläft.
Der zweite Fall ist das Semester im Ausland oder ein längerer Aufenthalt in einer anderen Stadt. Statt eine Wohnung leer weiterzuzahlen, lösen viele sie auf und lagern die Möbel. Das rechnet sich schnell, weil eine Berliner Kaltmiete deutlich über dem liegt, was eine kleine Box im Monat kostet.
Der dritte Fall ist die Zwischenmiete: Sie ziehen möbliert unter, Ihre eigenen Möbel passen aber nicht dazu und müssen trotzdem erhalten bleiben. Auch hier ist die Frage nicht ob, sondern wie lange, und danach richtet sich der Preis.
Wie groß die Box sein muss
Volumen zu schätzen fällt schwer, wenn man es nie gemacht hat. Als grobe Orientierung: Fünf Kubikmeter sind etwa ein Kleiderschrank, ein Bett, ein Regal und zehn Kartons. Zehn Kubikmeter nehmen den Hausrat einer Einzimmerwohnung auf, allerdings ohne Sperriges wie ein großes Ecksofa. Zwanzig Kubikmeter reichen für eine Zweizimmerwohnung mit Küchenteilen.
Wichtig ist, dass gut gestapelt wird. Ein Schrank, der zerlegt an die Wand gestellt wird, braucht einen Bruchteil des Platzes des aufgebauten Möbels. Kartons gleicher Größe stapeln sich besser als eine Mischung aus Bananenkisten und Reisetaschen. Wer vorher aussortiert, zahlt jeden Tag weniger, weil das Volumen die einzige Stellschraube am Preis ist.
- Fünf Kubikmeter: WG-Zimmer, zerlegtes Bett, Schrank, zehn bis fünfzehn Kartons
- Zehn Kubikmeter: möblierte Einzimmerwohnung ohne großes Sofa
- Zwanzig Kubikmeter: zwei Zimmer mit Küchenteilen und Fahrrädern
- Möbel vorher zerlegen, das spart oft eine ganze Größenstufe
Was die Wochen kosten und wo die Grenze liegt
Gerechnet wird je Tag, und das ist bei kurzen Lücken der Vorteil: Wer zwölf Tage überbrücken muss, zahlt zwölf Tage und nicht einen ganzen Monat. Bei der kleinsten Box sind das ab 9 € je Tag, bei der mittleren ab 15 € je Tag.
Die Grenze ist ebenso klar: Ab einer Lagerdauer von mehreren Monaten sollten Sie rechnen, ob sich das Lagern gegenüber dem Neukauf noch lohnt. Bei Studentenmöbeln aus Spanplatte ist die Antwort oft nein. Ein Bettgestell, ein Schreibtisch und ein Regal kosten gebraucht weniger als ein halbes Jahr Lagerkosten, und der Aufwand für Transport und Wiederaufbau kommt obendrauf.
Bei allem, was einen Wert hat oder an dem etwas hängt, sieht es anders aus: massive Möbel aus dem Familienbesitz, ein Instrument, Werkzeug, eine Fotoausrüstung. Solche Dinge lagert man auch länger sinnvoll ein.
Was nicht ins Lager darf und wie Sie richtig einpacken
Nicht alles gehört in eine Lagerbox, und zwar nicht aus Bürokratie, sondern weil sonst der ganze Bestand Schaden nimmt. Lebensmittel ziehen Schädlinge an, Pflanzen gehen ein und schimmeln, offene Flüssigkeiten laufen aus. Leicht Entzündliches wie Farben, Verdünner, Spraydosen, Gasflaschen und Kraftstoff bleibt draußen.
Beim Packen gilt: Alles Textile trocken und sauber einlagern, feuchte Wäsche riecht nach drei Wochen im geschlossenen Karton nicht mehr nach Wäsche. Elektrogeräte entleeren und trocknen, besonders Waschmaschine und Kühlschrank. Polstermöbel bekommen eine Decke, damit sich kein Staub festsetzt.
Legen Sie eine kurze Liste an, was in welchem Karton ist, und fotografieren Sie den fertigen Stapel. Nach acht Wochen weiß niemand mehr, in welcher Kiste der Router liegt.
- Nicht einlagern: Lebensmittel, Pflanzen, Farben und Lacke, Spraydosen, Gasflaschen, Kraftstoff
- Akkus und Powerbanks lieber mitnehmen statt lagern
- Waschmaschine vorher leerlaufen lassen und Restwasser abtropfen
- Wertsachen und Papiere gehören nicht in die Box, sondern zu Ihnen
- Jeden Karton beschriften und eine Liste mit Nummern führen
Abholung, Zustellung und Zugang
Sie müssen nichts selbst fahren. Wir holen die Sachen bei Ihnen ab und stellen sie später an die neue Adresse zu, ab 89 € je Richtung. Wer beides bucht, hat den Umzug damit praktisch in zwei Etappen geteilt, und dazwischen liegt die Lagerzeit.
Ein- und Auslagerung stimmen wir vorher ab und legen sie in die Bürozeiten, Mo bis Fr 09:00 bis 18:00 Uhr. Melden Sie sich ein paar Tage vor der Auslagerung, damit Ihr Bestand bereitsteht und niemand wartet. Wenn sich der Einzugstermin verschiebt, sagen Sie uns Bescheid, dann verlängern wir einfach die Tage.