Was zerlegt werden muss und was ganz bleiben darf
Nicht jedes Möbel muss auseinander. Kommoden, kleine Regale, Nachttische und Stühle fahren am besten am Stück, das spart Zeit und schont die Verbindungen. Schubladen werden dabei herausgenommen oder mit Folie gesichert, damit sie im Wagen nicht aufgehen.
Zerlegt werden muss, was nicht durch die Tür passt oder aufgebaut zu instabil für den Transport ist. Das betrifft vor allem hohe Kleiderschränke, Schrankwände, Hochbetten, große Esstische und alle Betten mit Lattenrost. Bei Doppelbetten mit Mittelfuß ist der Rahmen fast immer die Grenze im Treppenhaus.
Der Grenzfall sind Sofas. Viele lassen sich nur durch Abschrauben der Füße und Abnehmen der Rückenlehnen um eine entscheidende Handbreit verkleinern. Wenn das nicht reicht, bleibt der Weg durchs Fenster mit einem Möbellift ${ZUSATZ[2].preis}. Schauen Sie vorher nach, wie breit Ihre Wohnungstür wirklich ist, gemessen im Rahmen und nicht auf dem Türblatt.
Schraubmöbel aus Spanplatte: die ehrliche Warnung
Wer seine erste eigene Wohnung einrichtet, hat meist Möbel aus Spanplatte mit Dübeln und Exzenterverbindern. Diese Verbindungen sind für einen Aufbau gerechnet, nicht für den dritten. Beim Zerlegen zieht der Dübel Material aus der Platte, und beim erneuten Verschrauben hält die Stelle weniger fest als vorher.
Das heißt nicht, dass es nicht geht. Es heißt, dass ein sechs Jahre alter Kleiderschrank aus Spanplatte nach dem zweiten Umzug wackeln kann und dass die dünne Rückwand aus Hartfaser das Zerlegen selten unbeschadet übersteht. Wir sagen das vorher, damit niemand danach glaubt, wir hätten den Schrank kaputtgemacht.
Bei solchen Stücken lohnt die Frage, ob sich Abbau, Transport und Aufbau überhaupt rechnen. Wenn ein Regal neu weniger kostet als zwei Stunden Montage, verkaufen oder verschenken Sie es besser und kaufen am neuen Ort eines. Das ist keine Verkaufszurückhaltung, sondern die gleiche Rechnung, die wir bei jedem Posten aufmachen.
- Massivholz und gute Systemmöbel: mehrfaches Zerlegen unproblematisch
- Spanplatte mit Dübeln: hält meist, kann danach aber nachgeben
- Dünne Rückwände aus Hartfaser: gehen beim Zerlegen oft kaputt
- Sehr günstige Regale: Neukauf schlägt oft die Montagekosten
Die Küche ist ein eigener Fall
Eine Einbauküche ab- und wieder aufzubauen kostet ab 249 €. Darin steckt das Lösen der Verbindungen, das Abnehmen der Arbeitsplatte, das Trennen der Sockelleisten und der Wiederaufbau am neuen Ort inklusive Ausrichten der Fronten.
Nicht enthalten ist das Anschließen. Strom, Wasser und besonders Gas gehören in die Hände eines Fachbetriebs, und das ist keine Vorsicht, sondern Vorschrift. Planen Sie deshalb bei einer Küche einen zweiten Termin ein und legen Sie ihn nicht auf denselben Nachmittag.
Der zweite Punkt, den viele erst am neuen Ort merken: Eine Küche passt selten unverändert in einen anderen Raum. Die Arbeitsplatte ist auf die alte Wand zugeschnitten, die Ausschnitte für Spüle und Kochfeld sitzen an einer bestimmten Stelle, und Anschlüsse liegen woanders. Häufig wird eine neue Arbeitsplatte gebraucht, und das ist Tischlerarbeit. Messen Sie vorher beide Räume aus, bevor Sie sich für den Abbau entscheiden.
Was wir mitbringen und was Sie vorbereiten
Die Montagekräfte kommen mit Akkuschrauber, Bit-Sortiment, Inbusschlüsseln, Zange, Hammer, Wasserwaage und Zollstock. Beutel für Kleinteile sind ebenfalls dabei, jedes Möbel bekommt seinen eigenen und wird beschriftet. Das ist der wichtigste Handgriff überhaupt, denn eine Schrankwand ohne die passenden Verbinder ist am neuen Ort nur ein Stapel Platten.
Nicht dabei sind Dübel und Schrauben für die Wand. Wer seinen Schrank oder das Regal am neuen Ort an der Wand befestigen will, braucht Material, das zum Untergrund passt, und in Berliner Altbauten ist das mal Vollziegel, mal Hohlkammer, mal Gipskarton. Sagen Sie vorher Bescheid, welche Wand es wird, dann bringen die Kräfte passendes Befestigungsmaterial mit.
Ihre Vorbereitung ist einfach: Schränke leer räumen, Betten abziehen, alles vom Möbel herunternehmen. Jede Minute, in der eine Kraft Kleidung aus einem Schrank räumt, ist bezahlte Zeit für eine Arbeit, die Sie am Abend vorher nebenbei erledigen können.
Zeit und Kosten realistisch schätzen
Ein einfaches Bett ist in zwanzig Minuten zerlegt und in gut dreißig wieder aufgebaut. Ein dreitüriger Kleiderschrank braucht je Richtung etwa eine Stunde. Eine Schrankwand oder ein Hochbett mit Rutsche können einen halben Tag kosten, weil viele Einzelteile ausgerichtet werden müssen.
Rechnen Sie für eine möblierte Einzimmerwohnung mit Bett, Schrank und Schreibtisch insgesamt zwei bis drei Stunden Abbau und dieselbe Zeit für den Aufbau. Weil die Mindestabnahme zwei Stunden beträgt, lohnt es sich, Abbau und Aufbau am selben Tag zusammen mit dem Transport zu buchen statt an zwei getrennten Terminen.