Vor dem Umzug aussortieren spart am meisten
Jeder Kubikmeter kostet zweimal: einmal beim Tragen und Fahren, und einmal als Platz in der neuen Wohnung, die meistens nicht größer ist. Deshalb ist Aussortieren die einzige Maßnahme beim Umzug, die den Preis wirklich senkt, und sie kostet nur Zeit.
Der einfachste Weg ist die Frage nach dem letzten Gebrauch. Was seit dem letzten Umzug nicht ausgepackt wurde, kommt auch in der neuen Wohnung nicht aus dem Karton. Beim ersten eigenen Umzug trifft das oft auf halbe Kisten aus dem Kinderzimmer zu, dazu kommen Studienunterlagen, kaputte Technik und Möbel, die schon beim Einzug wacklig waren.
Gehen Sie zwei Wochen vorher durch die Wohnung und teilen Sie in vier Stapel: mitnehmen, verschenken, verkaufen, wegwerfen. Für den Verkaufsstapel gilt eine harte Regel: Was in einer Woche niemand abgeholt hat, wandert in einen der anderen Stapel. Sonst steht es am Umzugstag noch da und muss doch mit.
Was wir mitnehmen und was nicht
Der übliche Umfang beim kleinen Umzug ist schnell aufgezählt: Altmöbel aus Spanplatte, Matratzen, Teppiche, Lampen, Küchenkleingeräte, Kartons voller Krimskrams und der Inhalt des Kellerabteils. Auch Elektrogeräte wie alter Fernseher, Drucker oder eine ausgediente Waschmaschine gehen mit, sie werden nur getrennt gesammelt, weil sie in eine eigene Verwertung müssen.
Nicht mitgenommen wird alles, was besondere Behandlung braucht. Dazu gehören Farben, Lacke, Verdünner, Altöl, Autobatterien, Chemikalien, Gasflaschen und alles mit Verdacht auf Asbest, etwa alte Nachtspeicheröfen oder bestimmte Bodenbeläge. Diese Dinge nehmen die dafür vorgesehenen Annahmestellen an, oft in kleinen Mengen aus dem Haushalt sogar ohne zusätzliche Kosten.
- Geht mit: Möbel, Matratzen, Teppiche, Hausrat, Kellerkram
- Geht mit, getrennt gesammelt: Elektrogeräte und Bildschirme
- Geht nicht mit: Farben, Lacke, Lösungsmittel, Altöl, Batterien größerer Bauart
- Geht nicht mit: Gasflaschen, Chemikalien, Verdacht auf Asbest
- Fahrräder, Bücher und gute Kleidung eher verschenken als entsorgen
Selbst zum Wertstoffhof fahren oder abgeben lassen
Wenn es um zwei Kartons Elektroschrott und einen alten Stuhl geht, ist der eigene Weg zum Wertstoffhof günstiger, sofern Sie ein Auto haben oder ohnehin einen Transporter mieten. Kleinmengen aus dem Haushalt werden dort meistens problemlos angenommen.
Sobald es um ein Sofa, eine Matratze und einen kompletten Kellerinhalt geht, kippt das Verhältnis. Sie brauchen dann ein passendes Fahrzeug, mindestens zwei Personen zum Tragen, oft zwei Fahrten und dazu die Öffnungszeiten des Hofs, die selten zum Umzugstag passen. Am Ende steht ein verlorener Samstag gegen einen überschaubaren Betrag.
Der zweite Grund, es abzugeben, ist der Kalender. Sperrabholungen muss man in Berlin anmelden, und der Termin liegt nicht immer da, wo man ihn braucht. Wenn die Wohnung am Dreißigsten übergeben wird, hilft ein Termin am Achten des Folgemonats niemandem.
Wie abgerechnet wird
Es gibt zwei Wege. Nach Menge rechnen wir ab 39 € je Kubikmeter, was sich bei größeren Posten anbietet, weil Sie dann vorher wissen, woran Sie sind. Nach Zeit rechnen wir ab 15 € je Stunde, und das ist bei wenigen Einzelstücken günstiger als eine Mengenpauschale.
Ein Kubikmeter ist ungefähr eine Waschmaschine plus ein Sessel oder rund ein Dutzend gefüllte Umzugskartons. Eine typische Einzimmerwohnung, die vor der Übergabe geräumt wird, kommt auf zwei bis vier Kubikmeter, wenn das Mobiliar dableibt.
Was an der Annahmestelle für bestimmte Stoffe berechnet wird, geben wir unverändert an Sie weiter und weisen es aus. Wir schlagen darauf nichts auf. Sagen Sie uns deshalb vorher, wenn viel Bauschutt oder Sondermüll dabei ist, denn das ändert die Rechnung.
Besenrein übergeben und die Wohnungsabnahme
Nach dem Räumen kehren wir die Flächen, sodass die Wohnung besenrein ist. Das ist der Zustand, den die meisten Mietverträge verlangen: leer, gefegt, ohne zurückgelassene Gegenstände. Eine Grundreinigung mit Fenstern und Bad ist etwas anderes und nicht Teil der Entsorgung.
Denken Sie an das Kellerabteil und den Balkon. Beides wird bei der Abnahme mitkontrolliert und beides wird beim Räumen am häufigsten vergessen. Ein vergessenes Regal im Keller kann bedeuten, dass die Übergabe scheitert und Sie eine weitere Woche Miete zahlen.
Wenn die Übergabe eng am Umzugstermin liegt, sagen Sie uns die Uhrzeit. Dann räumen wir zuerst und laden danach, damit die Wohnung rechtzeitig leer ist. Absprachen dazu treffen wir im Büro, Mo bis Fr 09:00 bis 18:00 Uhr.